Vol. VI, No. 01 - January 07, 2026
Die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP) erklärte anlässlich ihres 57. Jahrestages am 26. Dezember 2025, dass die rasche Zuspitzung der Krise des halbkolonialen und halbfeudalen Systems auf den Philippinen im Jahr 2025 sowie die anhaltende Stagnation des globalen kapitalistischen Systems viele große Möglichkeiten eröffnen, den Kampf der Arbeiterklasse und aller unterdrückten Klassen um Befreiung voranzubringen. Das Zentralkomitee der CPP berichtete außerdem, dass die Rektifikationsbewegung, die sich jetzt in ihrem dritten Jahr befindet, bedeutende Fortschritte auf ideologischem, politischem und organisatorischem Gebiet erzielt hat. Diese schaffen ausgezeichnete Voraussetzungen dafür, dass die Partei die demokratische Revolution des Volkes durch den langandauernden Volkskrieg weiter vorantreiben kann.
Seit Mitte letzten Jahres hat sich die Krise des herrschenden Systems unter dem US-Marcos-Regime rasch zugespitzt und ist offen ausgebrochen. Dadurch wurden die Tiefe der wirtschaftlichen und sozialen Krise sowie vor allem der überkochende Zorn des philippinischen Volkes gegen die Unterdrückung und das Leid sichtbar, die ihm von den ausbeutenden und plündernden herrschenden Klassen zugefügt werden.
Im kommenden Jahr wird sich die Krise angesichts der massiven Korruption des Marcos-Regimes, der Entfesselung faschistischen Terrors und der völligen Unterwürfigkeit gegenüber dem Ausland weiter verschärfen. Die Protestbewegung, die in den vergangenen Monaten erstarkt ist, wird weiter anwachsen, um Marcos und Duterte zur Rechenschaft zu ziehen und ihren Sturz zu erzwingen, da beide die reaktionärsten Fraktionen der herrschenden Klassen vertreten. Auf dem Land werden angesichts hemmungsloser Landnahme und Plünderung der Ressourcen des Landes weitverbreitete Kämpfe ausbrechen.
Die Neue Volksarmee (NPA) setzt ihre Erfolge gegen die „fokussierten Militäroperationen“ der Streitkräfte der Philippinen (AFP) fort, indem sie ihnen einen Fokus oder ein Ziel verweigert. Einige Einheiten haben Verluste erlitten, häufig infolge interner Schwächen, doch die anhaltenden Aktivitäten der NPA in verschiedenen Regionen sind eine Ohrfeige für Marcos, der im Juli damit prahlte, es gebe im Land „keine Guerillagruppen mehr“.
Die CPP berichtet: „Mit den Lehren aus der Rektifikationsbewegung hat sich die NPA reorganisiert und neu aufgestellt, um ein größeres Gebiet abzudecken und zu mobilisieren sowie sich schneller und lautloser zu bewegen … Sie hat ihre früheren Stützpunkte zurückgewonnen oder neu aufgebaut und gleichzeitig in neue Gebiete expandiert. Mit der Entschlossenheit zu kämpfen und eine aktive Verteidigung zu führen, widersteht die NPA den feindlichen Angriffen und schlägt sie zurück.“ Die NPA und die revolutionären Kräfte leisten zudem weiterhin Widerstand gegen die unerbittlichen Geheimdienstoperationen, die psychologische Kriegsführung und die Kapitulationskampagnen des Feindes, die unter dem Deckmantel „lokaler Friedensgespräche“ geführt werden.
Der Schlüssel zu all dem ist die enge Verbindung und tiefe Verwurzelung der NPA unter den Massen sowie die Anpassung der organisatorischen und guerillataktischen Methoden der Armee. Um dies zu erreichen, verstärken die roten Kämpfer ihre Unterstützung der Massen in der Produktion, bei der Bereitstellung von Gesundheits- und Bildungsdiensten sowie in der kulturellen Arbeit.
Innerhalb der Nationalen Demokratischen Front der Philippinen (NDFP) werden die revolutionären Massenorganisationen von Arbeitern, Bauern, Jugendlichen, Frauen, Lehrern, Künstlern, Gesundheitsarbeitern, Kirchenangehörigen, Wissenschaftlern, Juristen, indigenen Völkern, Arbeitsmigranten im Ausland und anderen kontinuierlich ausgebaut und belebt. Sie vereinen und festigen die fortgeschrittenen Teile der Massen, die an Massenkämpfen teilnehmen. Sie dienen als Untergrund- Rückgrat der breiten, offenen Massenbewegung und leiten die Massen dabei an, Reformismus bei der Führung ihrer Kämpfe zu vermeiden.
In den Friedensverhandlungen hat die NDFP, indem sie für einen gerechten und dauerhaften Frieden eintrat, die Versuche des US-Marcos-Regimes vereitelt, die NDFP in eine Falle zur Aufgabe der bewaffneten Revolution zu zwingen. In den vergangenen zwei Jahren gab es keine nennenswerten Fortschritte in den Gesprächen zwischen der NDFP und der Regierung der Republik der Philippinen (GRP) zur Wiederaufnahme formeller Friedensverhandlungen. Der Hauptgrund für die Blockade der Friedensgespräche ist Marcos’ Beharren darauf, alle Vereinbarungen aus 30 Jahren NDFP-GRP-Verhandlungen aufzukündigen.
Marcos besteht auf einem „Neustart“ der Gespräche innerhalb des Rahmens von „Demobilisierung und Entwaffnung“ der NPA, ohne zuvor die grundlegenden Probleme des Volkes zu lösen, die die Wurzel des Bürgerkriegs im Land darstellen. Die NDFP-Delegation hat zu diesem Vorschlag eine feste ablehnende Haltung eingenommen. Sollte das Marcos-Regime seine militaristische Haltung in den Gesprächen nicht ändern, sind die revolutionären Kräfte bereit, die Gespräche mit der GRP auszusetzen, bis Marcos durch jemanden ersetzt wird, der offener für die Lösung der grundlegenden Probleme von Landfrage und Ungerechtigkeit ist. Mit oder ohne Friedensgespräche mit der GRP ist die Partei entschlossen, die revolutionären Kämpfe fortzuführen, um für die nationalen und demokratischen Bestrebungen des Volkes zu kämpfen.
Abschließend erweisen wir dem Andenken von Genossen Jose Maria Sison, Gründungsvorsitzendem des Zentralkomitees, der der Partei und mehreren Generationen kommunistischer und revolutionärer Aktivisten als Wegweiser und Leuchtfeuer diente, Genossen Luis Jalandoni, ehemaligem internationalen Vertreter der NDFP und Leiter der NDFP-Delegation in den Friedensgesprächen, Genossin Maria Malaya (Myrna Sularte), die letzten Februar in einem Kampf in den Bergen von Butuan City vom Feind getötet wurde, sowie allen Kadern und Mitgliedern, die ihr Leben mit ganzem Herzen der Sache der Befreiung aller Unterdrückten widmeten, unsere Ehre. Ebenso sprechen wir unsere Grüße Genossen Basavaraju, ehemaligem Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch), und Genossen Madvi Hidma, Kommandeur der Volksbefreiungs-Guerillaarmee in Indien, sowie allen anderen Revolutionären weltweit aus, die ihr Leben für das internationale Proletariat gaben. Lassen wir uns von ihrem ruhmreichen Leben inspirieren.